Was ist das eigentlich?
Ihr Firmenwagen geht zur Inspektion, bevor der Keilriemen reißt. Sie warten nicht, bis Sie mit Warnblinker auf dem Standstreifen stehen, sondern haben einen Termin im Kalender, eine Werkstatt und ein Serviceheft, in dem steht, was gemacht wurde. Patch-Management ist genau dieses Serviceheft für Ihre IT.
Software wird laufend nachgebessert. Hersteller finden Fehler in ihren eigenen Programmen und veröffentlichen kleine Korrekturen, sogenannte Patches. Der Haken: Sobald so eine Korrektur veröffentlicht ist, wissen auch Angreifer, wo die Lücke sitzt und wie sie sich ausnutzen lässt. Ab diesem Moment läuft eine Uhr. Wer die Korrektur schnell einspielt, ist fein raus. Wer sie liegen lässt, hat eine offen dokumentierte Schwachstelle im Haus.
Bei Software liegt dieser Ablauf noch offener zutage: Die Meldung zur Lücke ist öffentlich, die Korrektur erscheint meist innerhalb weniger Tage. Das nützt Ihnen aber erst, wenn jemand sie auch einspielt. Open Source nimmt Ihnen die Lizenzgebühr ab, nicht die Pflege.
Ohne festen Ablauf passiert das, was in vielen Betrieben passiert: Ein Rechner ist aktuell, weil der Kollege die Meldung angeklickt hat. Der Rechner nebenan zeigt seit Wochen dasselbe Fenster, das jeden Morgen weggeklickt wird. Und an den denkt sowieso niemand.
Was macht das konkret?
- Es verschafft Ihnen eine Übersicht. Erst einmal wird erfasst, welche Geräte und Programme überhaupt im Einsatz sind. Fast immer taucht dabei etwas auf, das längst niemand mehr gebraucht hat.
- Es prüft täglich, was fehlt. Statt auf Zuruf wird automatisch abgeglichen, welches Gerät welche Korrektur noch nicht hat.
- Es spielt Korrekturen zum passenden Zeitpunkt ein. Nachts, am Wochenende oder in einer mit Ihnen abgestimmten Pause, nicht mitten in der Sprechstunde oder in der Angebotsphase.
- Es kontrolliert das Ergebnis. Ein Update, das an einem Gerät scheitert, fällt auf, statt monatelang unbemerkt zu bleiben.
- Es liefert Ihnen einen Nachweis. Sie können jederzeit zeigen, dass Ihre Systeme gepflegt werden. Das hilft bei Versicherungen, Auftraggebern und Prüfungen.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Viele erfolgreiche Angriffe nutzen keine geheimen Tricks, sondern Lücken, für die es längst eine Korrektur gab. Diese Lücke war nicht unbekannt. Sie war nur nicht geschlossen. Das ist die ärgerlichste Form von Schaden, weil sie vermeidbar war.
Für Sie zählt die Rechnung dahinter: Ein Betriebsstillstand kostet Sie Umsatz, Überstunden und Erklärungsbedarf bei Kunden. Die Pflege der Geräte kostet einen festen, kleinen Betrag im Monat und niemanden Nerven. Dazu kommt der Nebeneffekt, dass gepflegte Geräte seltener spinnen. Ein großer Teil der Störungen, wegen derer Mitarbeiter anrufen, verschwindet, wenn alles einheitlich und aktuell ist.
Brauchen Sie das?
- Sie wissen nicht sicher, wie viele Rechner in Ihrem Betrieb stehen
- Bei Ihnen klickt jemand regelmäßig Update-Hinweise weg
- Sie haben Geräte, die nur selten oder nie neu gestartet werden
- Sie setzen eine Branchensoftware ein, die niemand ohne Rücksprache aktualisiert
- Ein Auftraggeber oder Ihre Versicherung hat schon nach Ihrem Sicherheitsstand gefragt
So setzen wir das bei Ihnen um
Wir nehmen einmal auf, was bei Ihnen läuft, und richten die automatische Prüfung ein. Danach werden Korrekturen in einem festen Zeitfenster eingespielt, kritische Fälle auch kurzfristig. Sie bekommen einen Bericht, ohne sich damit beschäftigen zu müssen.
Das ist Teil unserer laufenden IT-Betreuung. Sprechen Sie uns an, dann sehen wir uns gemeinsam an, wie aktuell Ihre Geräte heute sind.
Häufige Fragen
Reicht es nicht, wenn Windows sich selbst aktualisiert?
Windows hält sich selbst halbwegs aktuell, aber die Lücken stecken oft in anderen Programmen: im PDF-Betrachter, im Browser, in der Branchensoftware oder in Geräten wie Druckern und Kameras. Genau diese Programme fragt niemand ab. Patch-Management nimmt alle Geräte und Programme zusammen in den Blick.
Was kostet Patch-Management für unseren Betrieb?
Das richtet sich nach der Anzahl der Geräte und danach, wie einheitlich Ihre Programme sind. Meist ist es Teil einer laufenden Betreuung und keine Einzelposition. Wir zählen mit Ihnen durch, was vorhanden ist, und nennen Ihnen den Preis vorher.
Müssen unsere Mitarbeiter dafür etwas tun?
Im Regelfall nicht. Die Updates werden außerhalb der Arbeitszeit eingespielt. Nur wenn ein Neustart nötig ist, sieht der Mitarbeiter einen Hinweis und kann den Zeitpunkt in einem festgelegten Rahmen selbst wählen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Patch und einem Update?
Ein Patch ist ein kleines Flickstück, das eine einzelne Lücke oder einen Fehler beseitigt. Ein Update bringt darüber hinaus oft neue Funktionen mit. Für die Sicherheit zählen vor allem die Patches, und die kommen laufend.
Kann ein Update auch etwas kaputt machen?
Das kommt vor, vor allem bei Spezialsoftware. Deshalb spielen wir Aktualisierungen gestaffelt ein, beginnen mit wenigen Geräten und behalten die Möglichkeit, ein Update zurückzunehmen. Bei kritischen Branchenprogrammen stimmen wir den Zeitpunkt vorher mit Ihnen ab.