Betrieb & Verträge

Open Source

Software mit offenem Quelltext

  • Keine Lizenzfalle
  • Einsehbar
  • Unabhängig

Software, deren Quelltext offen einsehbar ist und die ohne Lizenzgebühr pro Arbeitsplatz genutzt werden darf.

Was ist das eigentlich?

Software wird in einer Programmiersprache geschrieben. Dieser geschriebene Text ist der Quelltext, das Rezept sozusagen. Bei gekaufter Software bekommen Sie nur das fertige Gericht: Es schmeckt, aber Sie wissen nicht, was drin ist, und nachkochen können Sie es auch nicht. Bei Open Source liegt das Rezept bei.

Das klingt nach einer Sache für Programmierer, hat aber sehr handfeste Folgen für Ihren Betrieb. Wenn jeder das Rezept lesen darf, kann auch jeder prüfen, ob heimlich Daten abfließen. Wenn jeder es nachkochen darf, sind Sie nicht darauf angewiesen, dass ausgerechnet dieser eine Koch weiterhin für Sie arbeitet. Und wenn das Rezept frei ist, zahlt niemand pro Portion.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen frei verfügbar und rechtlos. Open-Source-Software steht unter einer Lizenz, die Rechte und Pflichten regelt. Die verbreiteten Lizenzen erlauben den gewerblichen Einsatz ausdrücklich, oft mit der Auflage, Änderungen ebenfalls offenzulegen. Für den normalen Betrieb im Unternehmen bedeutet das keine Einschränkung.

Verbreitet ist die Vorstellung, es handele sich um Bastelsoftware. Das Gegenteil trifft zu: Der überwiegende Teil des Internets läuft auf offener Software. Auch Ihr ⁠, Ihr Fernseher und die Serverlandschaft der großen Anbieter setzen darauf.

Was macht das konkret?

  • Es macht überprüfbar, was die Software tut. Statt einer Zusicherung im Werbeblatt gibt es einen Quelltext, in den Fachleute hineinsehen können.
  • Es beendet die Lizenzrechnung pro Kopf. Sie zahlen für Betrieb und Betreuung, nicht für die Zahl der Arbeitsplätze.
  • Es hält Ihnen den Ausgang offen. Daten und Verfahren liegen in offenen Formaten. Ein Wechsel des Dienstleisters ist möglich, ohne das System neu aufzubauen.
  • Es beschleunigt das Schließen von Lücken. Sicherheitsmeldungen sind öffentlich, Korrekturen erscheinen meist innerhalb weniger Tage.
  • Es erlaubt Anpassungen. Fehlt eine Kleinigkeit, kann sie ergänzt werden, statt auf die nächste Version eines Herstellers zu warten.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Der wichtigste Punkt ist die Unabhängigkeit. Wer Software mietet, bindet sich an die Entscheidungen eines Anbieters: an seine Preise, an seine Laufzeiten und daran, wie lange er ein Produkt überhaupt anbietet. Preiserhöhungen und abgekündigte Programme haben in den letzten Jahren viele Betriebe zu ungeplanten Umstellungen gezwungen. Mit offener Software behalten Sie diese Entscheidung selbst.

Der zweite Punkt betrifft Ihre Daten. Wo eine Software offenlegt, wie sie arbeitet, lässt sich nachvollziehen, was mit Ihren Daten geschieht und wohin sie fließen. Für Betriebe mit Schweigepflicht oder besonders schützenswerten Beständen ist das kein Beiwerk, sondern die Grundlage einer belastbaren Auskunft gegenüber Kunden und Aufsicht.

Der dritte Punkt ist die Kostenstruktur. Lizenzkosten wachsen mit jedem Arbeitsplatz, Betriebskosten dagegen kaum. Ab einer gewissen Betriebsgröße kippt die Rechnung deutlich. Wir rechnen das im Einzelfall durch, statt es zu behaupten.

Ehrlich dazu gehört die Kehrseite: Offene Software nimmt Ihnen die Lizenzgebühr ab, nicht die Arbeit. Sie braucht jemanden, der aktualisiert, überwacht und im Störfall eingreift. Wo diese Betreuung fehlt, ist eine gekaufte Lösung mit Wartungsvertrag die bessere Wahl. Und nicht jedes Programm hat einen offenen Gegenpart, der mithalten kann. Wir sagen Ihnen, wo das so ist.

Brauchen Sie das?

  • Ihre Lizenzkosten sind in den letzten Jahren spürbar gestiegen
  • Sie möchten wissen und belegen können, wo Ihre Daten liegen
  • Sie wollen nicht von den Preisentscheidungen eines einzelnen Anbieters abhängen
  • Bei Ihnen steht ohnehin ein Wechsel oder eine Neuanschaffung an
  • Sie haben eine feste Betreuung für Ihre Systeme oder planen eine

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir gehen nicht mit der Haltung heran, dass offene Software immer die richtige Antwort ist. Am Anfang steht die Frage, was das jeweilige System leisten muss und was ein Wechsel kosten würde, an Geld und an Umgewöhnung.

Wo sich der Einsatz lohnt, greifen wir zu Bausteinen, mit denen wir seit Jahren arbeiten: Proxmox VE für die ⁠, der Proxmox Backup Server für die Sicherung, Nextcloud für Dateien und Zusammenarbeit, Mailcow für die Postfächer.

Danach gilt dasselbe wie für jedes andere System: Aktualisierungen, Überwachung, Sicherung und ein Ansprechpartner, der abhebt. Was dazugehört, steht auf der Seite IT-Betreuung. Rufen Sie uns an, dann sehen wir uns Ihre Lizenzliste gemeinsam an.

Häufige Fragen

Ist Open Source kostenlos?

Die Software ja, der Betrieb nicht. Es fallen keine Lizenzgebühren pro Arbeitsplatz an, dafür brauchen Sie Hardware, Einrichtung und jemanden, der sich kümmert. Unterm Strich ist es oft günstiger, aber die Ersparnis liegt bei den Lizenzen, nicht bei der Arbeit.

Ist offener Quelltext nicht ein Sicherheitsrisiko?

Das ist der häufigste Einwand, und er dreht die Sache um. Sicherheit, die nur darauf beruht, dass niemand hineinschauen kann, ist keine. Bei offenem Quelltext fallen Schwächen vielen Fachleuten auf, statt nur dem Hersteller, und sie werden in aller Regel schnell behoben. Alle gängigen Verschlüsselungsverfahren sind aus genau diesem Grund offen gelegt.

Wer haftet, wenn etwas schiefgeht?

Derselbe, der auch sonst haftet: Ihr Dienstleister im Rahmen des Vertrags. Die Software selbst kommt ohne Gewährleistung, das gilt in der Praxis für gekaufte Software mit ihren Haftungsausschlüssen aber ganz ähnlich. Wichtig ist, dass jemand benannt ist, der im Störfall geradesteht. Bei uns ist das vertraglich geregelt.

Was passiert, wenn das Projekt eingestellt wird?

Dann bleibt der Quelltext trotzdem verfügbar, und Sie können den Betrieb fortführen oder jemanden mit der Pflege beauftragen. Wird eine gekaufte Software abgekündigt, haben Sie diese Möglichkeit nicht. Bei der Auswahl achten wir trotzdem auf Projekte mit lebendiger Gemeinschaft und regelmäßigen Aktualisierungen.

Bekommen wir dafür Support?

Ja. Für die großen Projekte gibt es Support-Abonnements der Hersteller, die wir bei geschäftskritischen Systemen auch empfehlen. Der erste Ansprechpartner sind aber wir, im Rahmen Ihres Wartungsvertrags.

Verwandte Begriffe

Noch Fragen zu Open Source?

Wir sagen Ihnen offen, wo sich der Einsatz lohnt und wo Sie mit gekaufter Software besser fahren.