Was ist das eigentlich?
Denken Sie an eine Brandmeldeanlage mit Sprinklern. Ein einfacher Rauchmelder piept nur. Wenn nachts niemand im Haus ist, hört ihn keiner. Eine Anlage mit Sprinklern erkennt den Brand und löscht sofort selbst, ohne auf jemanden zu warten. Genau das ist der Unterschied zwischen bloßem Erkennen und Intrusion Prevention: Das eine meldet, das andere handelt.
Der englische Begriff heißt übersetzt etwa „Einbruchsverhinderung“. Über Ihre Internetleitung laufen ständig Anfragen von außen, nicht nur die, die Sie selbst ausgelöst haben. Darunter sind Anfragen, die gezielt bekannte Schwachstellen abklopfen. Das läuft automatisiert und trifft kleine Betriebe genauso wie große. Intrusion Prevention kennt die typischen Muster dieser Anfragen und lässt sie erst gar nicht durch.
Wichtig ist der Unterschied zu einem . Der Virenschutz sieht sich eine Datei an, nachdem sie auf Ihrem Rechner gelandet ist. Intrusion Prevention sieht sich den Verkehr an, bevor er bei Ihnen ankommt. Dort tauchen auch Angriffe auf, bei denen niemand eine Datei geöffnet hat.
Was macht das konkret?
- Es prüft den Datenverkehr in Echtzeit. Jede Verbindung wird beim Durchlaufen mit bekannten Angriffsmustern verglichen, ohne dass Ihre Mitarbeiter davon etwas merken.
- Es unterbricht sofort. Passt ein Muster, wird die Verbindung getrennt, nicht erst, wenn jemand einen Alarm gelesen hat.
- Es schützt auch Geräte, die man nicht absichern kann. Kassensysteme, Kameras, Maschinensteuerungen oder Praxisgeräte lassen oft keinen Virenschutz zu. Der Schutz greift trotzdem, weil er vor dem Gerät sitzt.
- Es lernt laufend dazu. Die Mustererkennung wird vom Hersteller ständig aktualisiert, ähnlich wie ein Virenschutz.
- Es protokolliert, was passiert ist. Sie sehen im Nachhinein, was abgewehrt wurde. Das ist die Grundlage dafür, ungewöhnliche Häufungen zu bemerken.
Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?
Angriffe auf Firmennetze laufen zum großen Teil automatisiert ab. Es sitzt niemand da und sucht sich Ihren Betrieb aus. Programme klopfen einfach der Reihe nach Internetanschlüsse ab und melden, wo eine bekannte Lücke offen steht. Wer klein ist, wird deshalb nicht übersehen.
Was Sie davon haben, ist Ruhe. Angriffsversuche, die früher bis zu Ihren Servern durchgelaufen wären, enden vorher. Sie brauchen dafür niemanden, der nachts Bildschirme beobachtet, und Sie müssen im Ernstfall nicht darüber nachdenken, ob Kundendaten abgeflossen sind. Ein Betriebsausfall kostet Sie Umsatz, Überstunden und Erklärungen gegenüber Kunden. Diese Funktion kostet einen festen Betrag im Jahr.
Ganz besonders lohnt sich das dort, wo Geräte im Netz hängen, die niemand mehr aktualisiert. Diese Geräte verschwinden nicht, aber ihr Risiko lässt sich einfangen.
Brauchen Sie das?
- Sie erreichen Ihre Server oder Ihr Warenwirtschaftssystem auch von außen
- In Ihrem Netz hängen Geräte wie Kameras, Kassen oder Maschinensteuerungen
- Sie betreiben eine Telefonanlage oder einen Terminalserver mit Zugang von außen
- Niemand in Ihrem Betrieb schaut regelmäßig in Sicherheitsmeldungen
- Ein Ausfall von ein bis zwei Tagen würde Ihren Betrieb ernsthaft treffen
So setzen wir das bei Ihnen um
Bei uns steckt diese Funktion in der , die wir bei Ihnen einsetzen. Wir schalten sie ein, beobachten die ersten Wochen mit und nehmen Ausnahmen für Ihre Branchensoftware auf, damit nichts Wichtiges hängen bleibt. Danach läuft sie im Hintergrund, und wir bekommen die Meldungen, nicht Sie.
Wir arbeiten dafür mit Securepoint, einem Hersteller aus Deutschland. Was sonst noch zu einem sauberen Schutzkonzept gehört, steht auf unserer Seite IT-Sicherheit.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Intrusion Detection und Intrusion Prevention?
Intrusion Detection erkennt einen Angriff und schlägt Alarm. Jemand muss dann reagieren. Intrusion Prevention erkennt denselben Angriff und unterbricht die Verbindung sofort selbst. In kleinen Betrieben ist die zweite Variante die sinnvollere, weil nachts niemand auf einen Alarm wartet.
Brauchen wir das zusätzlich zum Virenschutz?
Die beiden arbeiten an unterschiedlichen Stellen. Der Virenschutz prüft Dateien auf Ihren Rechnern, Intrusion Prevention prüft den Datenverkehr, bevor er überhaupt bei Ihnen ankommt. Angriffe auf Server oder Geräte, bei denen gar keine Datei geöffnet wird, sieht nur die zweite Variante.
Blockiert so ein System auch harmlose Verbindungen?
Das kann am Anfang passieren, wenn eine Branchensoftware ungewöhnlich kommuniziert. Deshalb beobachten wir die ersten Wochen mit und nehmen solche Fälle als Ausnahme auf. Nach der Einstellungsphase ist das im Alltag kein Thema mehr.
Was kostet das für einen kleinen Betrieb?
Die Funktion steckt in der Regel schon in einer modernen Firewall und wird über eine Lizenz freigeschaltet. Der Preis hängt davon ab, wie groß Ihr Anschluss und wie viele Ihre Standorte sind. Wir rechnen Ihnen das vorher aus, damit Sie eine feste Zahl haben.