IT-Sicherheit

Malware

  • Oberbegriff
  • Viren & mehr
  • Schadsoftware

Der Sammelbegriff für alle Programme, die einem Computer absichtlich schaden.

Was ist das eigentlich?

Malware ist ein Sammelwort, ähnlich wie „Ungeziefer". Motten, Mäuse und Holzwürmer fasst man unter einem Begriff zusammen, obwohl sie völlig verschiedene Dinge anrichten: Die einen fressen die Wolldecken, die anderen die Vorräte, die dritten nagen unsichtbar am Dachstuhl. Wer nur an Motten denkt, wundert sich, warum der Balken irgendwann nachgibt.

Bei Schadsoftware ist es genauso. Der eine Schädling verschlüsselt in einer Nacht alle Ihre Daten und verlangt Geld. Der nächste tut monatelang gar nichts Auffälliges, liest aber jede Tastatureingabe mit und sammelt Passwörter. Ein dritter macht Ihren heimlich zum Handlanger für fremde Angriffe. Und ein vierter ist eigentlich nur eine offene Hintertür, die weiterverkauft wird.

Deshalb bringt die Frage „Habe ich einen Virus?" wenig weiter. Die bessere Frage lautet: Läuft auf meinen Geräten irgendetwas, das ich nicht gestartet habe und nicht kenne?

Was macht das konkret?

  • Erpressungssoftware sperrt Ihre Daten. Sie macht Dateien unlesbar und verlangt Geld für die Freigabe. Das ist heute der häufigste Fall in Betrieben.
  • Trojaner tarnen sich als etwas Nützliches. Sie kommen als Rechnung, Bewerbung oder Zusatzprogramm daher und öffnen im Hintergrund den Zugang zu Ihrem Netz.
  • Spähprogramme sammeln mit. Sie protokollieren Eingaben, greifen Passwörter ab und durchsuchen Ihre Dateien nach Verwertbarem.
  • Botnetz-Schädlinge kapern Rechenleistung. Ihr Gerät wird für fremde Angriffe oder für den Versand von Werbemüll benutzt. Bemerkbar macht sich das höchstens durch Langsamkeit.
  • Fast alle verbreiten sich weiter. Vom ersten befallenen Rechner geht es über das Netzwerk zu den Nachbargeräten, oft mit Zugangsdaten, die vorher dort gefunden wurden.

Warum ist das für Ihr Unternehmen wichtig?

Der Schaden entsteht selten sofort und selten sichtbar. Zwischen dem Moment, in dem etwas ins Haus kommt, und dem Moment, in dem es auffällt, liegen häufig Wochen. In dieser Zeit sammelt der Schädling in Ruhe, wozu er programmiert wurde. Wer erst reagiert, wenn der Bildschirm blockiert ist, hat die günstige Phase bereits verpasst.

Für Sie als Verantwortlichen zählen drei Dinge: Ausfallzeit, Aufwand und Haftung. Ein befallenes Netz muss sauber aufgeräumt werden, und das heißt im Zweifel: Geräte neu aufsetzen, Passwörter tauschen, Sicherungen zurückspielen. Das kostet Arbeitstage. Sind dabei Daten Ihrer Kunden, Patienten oder Mandanten betroffen, kommt die Meldepflicht nach der hinzu, und Sie müssen belegen können, welche Schutzmaßnahmen im Einsatz waren.

Die gute Nachricht: Der überwiegende Teil kommt über wenige, bekannte Wege herein, nämlich E-Mail-Anhänge, gestohlene Passwörter und nicht geschlossene Sicherheitslücken. Wer diese drei Wege im Griff hat, schließt den Großteil des Risikos.

Betrifft Sie das?

  • Ihre Mitarbeiter arbeiten täglich mit E-Mail und Internet
  • Sie wissen nicht sicher, ob auf allen Geräten alle Updates eingespielt sind
  • USB-Sticks von außen werden gelegentlich an Firmenrechner gesteckt
  • Niemand schaut regelmäßig nach, ob ein Schutzprogramm Alarm geschlagen hat
  • Ein Ausfall von zwei Arbeitstagen wäre für Sie ein ernstes Problem

So setzen wir das bei Ihnen um

Wir bauen den Schutz in Schichten auf, weil keine einzelne Maßnahme alles abfängt: eine Schutzschranke am Übergang zum Internet, ein Schutzprogramm auf jedem Gerät, regelmäßig eingespielte Updates und eine für den Fall, dass doch etwas durchkommt. Dabei setzen wir auf Securepoint, einen Hersteller aus Deutschland.

Weil der häufigste Weg ins Haus der E-Mail-Anhang ist, gehört die Prüfung der Post dazu, bevor sie im Postfach liegt. Betreiben Sie den Mailserver selbst, etwa mit ⁠, sind Spam- und Virenfilter dort bereits eingebaut und sortieren verdächtige Anhänge aus, bevor jemand sie anklicken kann.

Was dazugehört und wie die laufende Betreuung aussieht, lesen Sie auf unserer Seite zur IT-Sicherheit.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Malware und einem Virus?

Malware ist der Oberbegriff, ein Virus eine bestimmte Art davon. Ein Virus hängt sich an ein anderes Programm und verbreitet sich mit. Weil das Wort so bekannt ist, sagen viele Menschen „Virus" und meinen jede Form von Schadsoftware.

Woran merke ich, dass ein Rechner befallen ist?

Oft an gar nichts, und genau das ist das Problem. Moderne Schädlinge halten sich absichtlich unauffällig. Typische Anzeichen sind ein plötzlich langsamer Rechner, unbekannte Programme im Autostart oder Kollegen, die Nachrichten von Ihnen bekommen, die Sie nie geschrieben haben. Verlässlich sieht das nur eine Software, die dauerhaft mitprüft.

Können auch Macs oder Handys betroffen sein?

Ja. Der Schwerpunkt liegt weiterhin bei Windows, weil dort die meisten Firmenrechner stehen. Für Apple-Geräte und für Android gibt es aber ebenfalls Schadsoftware, häufig getarnt als nützliche App aus einer fremden Quelle.

Was kostet ein Schutz gegen Schadsoftware für unseren Betrieb?

Das hängt an der Zahl der Geräte und daran, wie viel Überwachung Sie an uns abgeben möchten. Wir sehen uns Ihre Ausstattung einmal an und nennen Ihnen vorher einen festen Monatsbetrag, damit Sie nicht überrascht werden.

Reicht Vorsicht beim Klicken nicht aus?

Vorsicht hilft sehr, reicht aber allein nicht. Schadsoftware kommt auch über bekannte Sicherheitslücken in Programmen ins Haus, ganz ohne Zutun der Nutzer. Deshalb gehören regelmäßige Updates und ein Schutzprogramm auf jedem Gerät zusammen.

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Noch Fragen zu Malware?

Wir erklären es Ihnen in Ruhe, ohne Fachchinesisch und ohne Verpflichtung.